Davis Cup, Erste Bank Open: 2 Kracher im Wiener Tennisherbst
Innerhalb von sechs Wochen steigen in Wien zwei Tennishighlights. Am 18. und 19. September geht es für das KURIER Austria Davis Cup Team im Wiener Athletiksport Club (WAC) im Duell mit Belgien um einen Platz im Final 8 der besten Tennisnationen der Welt. Von 24. Oktober bis 1. November sind die Blicke dann auf die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle und der Marx Halle gerichtet – umso mehr, als dass der Weltranglistenerste Jannik Sinner bei dem mit 2.797.985 Euro dotierten ATP-500-Turnier seinen Vorjahrestitel verteidigen wird. Auch der nunmehr zweimalige Grand-Slam-Turniersieger Alexander Zverev kommt heuer erneut nach Wien.
Sinner hat in der Vergangenheit immer wieder betont, wie wohl er sich in Wien fühlt und wie sehr er die Erste Bank Open schätzt. Das hat auch mit dem Umstand zu tun, dass er in den Jahren 2019 (als damaliger Weltranglisten-119.) und 2020 jeweils eine Wildcard von Turnierdirektor Herwig Straka bekommen hatte. „Wien ist ein sehr spezielles Turnier für mich, und mir gefällt auch die Stadt. Man hat hier immer gut auf mich geschaut. Wenn ich in dieser Woche ein Turnier spiele, dann ist es in Wien“, verabschiedete sich der aktuelle Weltranglistenleader im Vorjahr nach seinem Turniertriumph in Wien, den er mit einem Dreisatz-Erfolg in einem ebenso dramatischen wie hochklassigen Endspiel gegen Zverev perfekt machte.
Sinner nimmt das „Unternehmen Titelhattrick in Wien“ in Angriff
Der 25-jährige Superstar aus Italien hat bei seinen letzten beiden Auftritten bei den Erste Bank Open 2023 und 2025 jeweils den Siegespokal geholt und wird somit in diesem Jahr das „Unternehmen Titelhattrick in Wien“ in Angriff nehmen. Sinner führt zweieinhalb Wochen vor dem offiziellen Nennschluss am 30. September ein Teilnehmerfeld an, das jeden Tennisfan mit der Zunge schnalzen lässt. So wird auch der diesjährige French-Open- und US-Open-Champion Zverev bei den Erste Bank Open aufschlagen. Die beiden Wien-Finalisten des Vorjahres standen einander zuletzt im Endspiel des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon gegenüber, das Sinner in vier Sätzen für sich entschied. Mit Sinner und Zverev kommen die Nummer eins und die Nummer zwei der aktuellen Weltrangliste zu den Erste Bank Open 2026. Das gab es in Wien zuletzt im Jahr 1998 (Pete Sampras und Patrick Rafter).
Der Russe Daniil Medvedev (ATP 6), der Italiener Flavio Cobolli (ATP 7) und der zuletzt bei seinem Heimspiel bei den US Open groß aufspielende Publikumsliebling Frances Tiafoe (ATP 8) haben ebenfalls gemeldet, womit nicht weniger als fünf Stars aus den Top Acht des ATP-Rankings auf der Nennliste für Wien stehen. Dazu feiert der US-Amerikaner Learner Tien (ATP 13) in diesem Jahr seine Österreich-Premiere. Der erst 20-jährige Gewinner der Next Gen ATP Finals 2025 hat mit Metz (2025) und Genf (2026) bereits zwei Turniersiege auf der Tour verbucht und ist der nächste Youngster, für den das Turnier in Wien – ähnlich wie bei Sinner – der Startschuss für eine ganz große Karriere sein könnte. Mit dem aufstrebenden Tschechen Jakub Mensik (ATP 15), dem US-Duo Brandon Nakashima (ATP 16) und Tommy Paul (ATP 19) sowie dem Italiener Lorenzo Musetti (ATP 20) erhöht sich die „Wiener Starparade“ auf zehn Asse aus den Top 20 der Weltrangliste. Neben Zverev und Tiafoe ist mit dem Russen Karen Khachanov (ATP 26) ein dritter Halbfinalist der diesjährigen US Open in der Wiener Stadthalle mit dabei.
„Mit der Bekanntgabe des Antretens von Jannik Sinner bei den Erste Bank Open starten wir in einen spannenden Tennisherbst in Wien, der in dieser Woche mit dem Davis Cup zwischen Österreich und Belgien beginnt. Der Länderkampf spielt auch in die Erste Bank Open hinein, denn die heimischen Spieler können mit starken Leistungen gegen das belgische Team eine Wildcard-Empfehlung für das Wiener Turnier abgeben“, betonte Herwig Straka, der mit der e|motion group auch als Co-Veranstalter des Kräftevergleichs mit Belgien auftritt.
Marx Halle: Ein 4. Tennisplatz und ein attraktives Family-Ticket
Die Wahl der Marx Halle als zusätzlicher Austragungsort für die Erste Bank Open hat sich als wahrer Volltreffer erwiesen. Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr wird die außergewöhnliche Tennislocation im dritten Bezirk auch heuer wieder eine wichtige Rolle beim Wiener Tennishighlight spielen. Von Spielern, ATP-Offiziellen und dem Publikum gab es im vergangenen Jahr viel positives Feedback zur Marx Halle. Das hat zur Folge, dass der Tennisschauplatz in der Karl-Farkas-Gasse weiter ausgebaut wird. So werden neben den zwei Matchcourts (#glaubandich Court und Fairplay Court) auch zwei Trainingsplätze – und damit einer mehr als 2025 – in der Marx Halle verlegt.
„Die Spieler haben die Bedingungen in der Marx Halle bereits im vergangenen Jahr sehr geschätzt, daher war es ein logischer Schritt, die Trainingsmöglichkeiten an diesem Standort mit einem zusätzlichen Platz weiter auszubauen“, erklärte Turnierdirektor Straka. Damit verfügen die Erste Bank Open in Summe über drei Matchcourts (Centre Court in der Wiener Stadthalle und zwei Courts in der Marx Halle) sowie fünf Trainingsplätze, von denen sich einer im VIP-Club in der Wiener Stadthalle sowie jeweils zwei in der Marx Halle und im Tenniszentrum La Ville befinden. Dass die Tennisfans bei den Trainingssession in der Marx Halle den Topstars hautnah über die Schulter schauen können, hat sich als echter Renner erwiesen. So haben im Vorjahr auch Sinner oder Zverev nach ihren Einheiten bereitwillig Autogramme geschrieben und sind auch für Selfiewünsche zur Verfügung gestanden. Damit die Besucherinnen und Besucher wissen, wer, wann, wo, wie lange in der Marx Halle die Bälle über das Netz schlägt, werden die Trainingszeiten auf der Website www.erstebank-open.com sowie über den Turnierpartner Infoscreen kommuniziert.
Auch abseits der Courts bleibt die Marx Halle in Bewegung: Padel, Minitennis, DJs, Mitmachangebote und ein vielfältiges kulinarisches Angebot machen aus einem Turniertag ein Erlebnis für die ganze Familie. Deshalb wird in diesem Jahr auch ein attraktives Family-Ticket für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder zum Preis von 69 Euro aufgelegt. Da bietet sich in den Herbstferien, die heuer in die Turnierwoche fallen, ein Familienausflug in die Marx Halle förmlich an. Ground Tickets für Einzelpersonen sind um 25 Euro pro Turniertag erhältlich. Neben Einzel- und Doppelpartien des ATP-Turniers wartet auf die Fans in der Marx Halle ein Rollstuhltennisturnier auf Weltklasseniveau, das in Kooperation mit win2day veranstaltet und dessen Endspiel in der Wiener Stadthalle ausgetragen wird. „Die Premiere im vergangenen Jahr war der Beginn von etwas ganz Großem. Die Tribünen in der Marx Halle waren voll, die Menschen sind rund um den Platz gestanden und haben für eine wahre Gänsehautstimmung gesorgt“, erinnerte sich Nico Langmann, heimisches Aushängeschild und Playing Ambassador des Rollstuhltennisturniers.
Das Teilnehmerfeld, das in diesem Jahr von sechs auf acht Spieler erhöht wird, ist erneut hochkarätig. So hat der britische Weltranglistenfünfte Gordon Reid gegenüber Langmann bestätigt, dass er seinen Vorjahrestitel verteidigen wird. Mit Alfie Hewitt (Großbritannien) und Martin de la Puente (Spanien) werden zudem die Nummer zwei und Nummer drei der aktuellen Weltrangliste in Wien erwartet. „Mit den Erste Bank Open wird uns eine großartige Bühne für unseren Sport geboten. Das Turnier hat im Vorjahr bereits großen Anklang gefunden, daran wollen wir heuer anknüpfen“, betonte Langmann.
Vom Centre Court bis zum Smartphone: ein Turnier voller #glaubandich-Momente
Bereits zum 16. Mal ist die Erste Bank Haupt- und Titelsponsorin der Erste Bank Open. Auch heuer sorgen bewährte Formate wie die #glaubandich Fans & Players-Zone und die Erste Bank Fan Box in der Marx Halle für besondere Erlebnisse. Ein neues Highlight ist das Erste Bank Open Screen Slam, mit dem Tennisfans in ganz Wien via Smartphone gegeneinander antreten können. „Die Erste Bank Open sind eine Erfolgsgeschichte, die sich stetig weiterentwickelt und für starke Emotionen und viele Glaubandich-Momente sorgt. Wir freuen uns, mit der Marx Halle und weiteren Aktivierungen die Begeisterung für den Sport über die Wiener Stadthalle hinaus zu den Menschen zu bringen“, sagte Gerda Holzinger-Burgstaller, CEO der Erste Bank.
Eine besondere Neuerung in diesem Jahr ist das Erste Bank Open Screen Slam, ein interaktives Tennisgame, bei dem Fans über ihr Smartphone auf digitalen Screens Tennisspielen und selbst Teil der Erste Bank Open werden. Teilnehmer:innen können an verschiedenen Standorten in Wien, darunter 20 Filialen der Erste Bank, mittels QR-Code einsteigen und ihr spielerisches Geschick zeigen. Wer sich dabei einen Platz in den Highscore-Listen sichert, hat die Chance auf ein ganz besonderes Glaubandich-Erlebnis: Die besten Spieler:innen werden in die Wiener Stadthalle eingeladen und messen sich dort mit einem Tennisstar. Die erfolgreichsten zwei Teilnehmer:innen qualifizieren sich schließlich für das Finale auf dem Centre Court.
Nach der mehr als erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wird die Marx Halle abermals als zusätzliche Turnierlocation genutzt und erweitert. Mit dabei wieder Weltklasserollstuhltennis, ein zusätzlicher Trainingscourt und noch mehr Rahmenprogramm. Die #glaubandich Fans & Players-Zone wird wieder eines der Herzstücke in der Marx Halle sein. Sie ermöglicht Begegnungen zwischen Fans und den ATP-Stars und macht Tennis auf einzigartige Weise erlebbar und zugänglich. In der Wiener Stadthalle setzt die Erste Bank zudem weiterhin auf jene Aktivierungen, die in den vergangenen Jahren für besondere Tennismomente gesorgt haben. Dazu zählen unter anderem die #glaubandich Fancam, Tom’s Talk am Erste Bank Welcome Point und eine Fotostation mit dem Siegerpokal.
Tennisherbst für die ganze Familie
Da die Erste Bank auch den Davis Cup als eine Hauptsponsorin begleitet, beginnt der diesjährige Tennisherbst bereits vor den Erste Bank Open. Mit dem ATP-Turnier in Wien folgt anschließend der Höhepunkt der österreichischen Tennissaison. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch heuer den jungen Tennisfans. Der spark7 Next Gen Day powered by Stadt Wien bietet Kindern und Jugendlichen zusätzliche Mitmachstationen. Durch die Lage des Turniers in den Herbstferien können junge Menschen Tennis hautnah erleben und selbst aktiv werden. Nachhaltiges Engagement wird fortgesetzt Auch das Nachhaltigkeitsengagement der Erste Bank bleibt ein fixer Bestandteil rund um das sportliche Highlight. Wie bereits seit 2021 werden für jedes während des Turniers geschlagene Ass zehn Bäume im Waldviertel gepflanzt – mittlerweile sind es knapp 40.000.
Statement von Peter Hacker (Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport): „Die Erste Bank Open sind weit mehr als ein internationales Spitzensportereignis. Sie sind eine bedeutende Visitenkarte für Wien. Das Turnier bietet der Stadt Wien auch in den kommenden Jahren einen stabilen Werbewert sowie eine starke nationale und internationale Sichtbarkeit. Wien ist eine Tennisstadt – das zeigen neben den Erste Bank Open auch der Davis Cup in den kommenden Tagen sowie unzählige Tennisanlagen in der ganzen Stadt!“
Statement von Ralph Müller (CEO der Wiener Städtischen): „Spitzensport lebt von Emotionen, Begeisterung und besonderen Momenten – all das macht die Erste Bank Open zu einem echten Highlight im österreichischen Sportkalender. Wir sind stolz, das Turnier auch heuer wieder als Presenting Partner zu begleiten und den Besucher:innen mit zahlreichen Aktionen zusätzliche Erlebnisse zu bieten. Besonders freuen wir uns auf den Wiener Städtische Tag am 27. Oktober: Von der Autogrammstunde bis zum Coin Toss auf dem Centre Court möchten wir Tennis für Groß und Klein hautnah erlebbar machen.“
Statement von Jürgen Melzer (ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän): „Mit den zwei Turniersiegen im Einzel 2009 und 2010 sowie dem Triumph mit Philipp Petzschner im Doppel 2014 waren die Erste Bank Open das wohl wichtigste Turnier meiner Karriere mit vielen speziellen Erinnerungen. Von der Stimmung her ist eine volle Stadthalle fast einzigartig auf der Tour. Die Atmosphäre hat mich oft an den Davis Cup erinnert. Das ist zugleich das Stichwort: Auf uns wartet in dieser Woche ein wichtiger Länderkampf gegen Belgien. Im WAC ist alles für ein Tennisvolksfest angerichtet, bei dem wir auf die volle Unterstützung der heimischen Fans zählen.“
TICKETINFORMATION
Eintrittskarten für die Erste Bank Open können auf den Websites www.erstebank-open.com/tickets, www.stadthalle.com und www.wien-ticket.at erworben werden. Auskünfte erteilt zudem die Tickethotline unter der Telefonnummer 01 / 79 999 79.
Einzeltickets für die Matches des ATP-Turniers und des Rollstuhltennisevents sowie das Training der Tennisstars in der Marx Halle sind um 25 Euro pro Tag erhältlich. Für Kinder bis 5 Jahre ist der Eintritt frei, Kinder- und Jugendtickets (6 bis 15 Jahre) belaufen sich auf 12,50 Euro. Dazu werden attraktive Family-Tickets für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder für 69 Euro angeboten.